Erkrankungen und Symptome
Mangelerkrankungen
Mangelerkrankungen treten dann auf, wenn das Meerschweinchen zu einseitig ernährt wird. Oft ist es der Mangel an vitaminreichem Grünfutter, aber es können auch bestimmte Mineralstoffe und Spurenelemente im Futter fehlen.
Mangel an Vitamin A Der Mangel an Vitamin A kann zu Bewegungsunlust, Krämpfen Lähmungen und Atemnot führen. Man findet es im Grünfutter, vor allem in Salat und Möhren. Mangel an Vitamin B Der Mangel an diesem Vitamin B kann unter anderem zu Haarausfall und Hauterkrankungen sowie zu Darmerkrankungen wie z.b Durchfall führen. Es kann aber auch zu Wachstumsstörungen, Lähmungen, Blutarmut und Krämpfen führen.Vitamin B findet man unter anderem in Hülsenfrüchten, Kleie und Milch. Mangel an Vitamin C Wie der Mensch kann das Meerschweinchen Vitamin C nicht selber bilden und benötigt von daher genügend Zufuhr über das Futter, z.b durch Möhren, Grünem oder Kartoffeln. Man kann es ihm aber auch in Form von Ascorbinsäure oder Vitaminpräperaten aus dem Zoofachhandel geben. Besonders in der Winterzeit kann es zu einem Vitamin-C-Mangel kommen. Dieses kann zu Skorbut und Zahnfleischblutungen führen und die Anfälligkeit für Infektionkrankheiten verstärken. Bei einem Mangel an diesem Vitamin, liegen die Meerschweinchen auf der Seite und strecken die Beine von sich. Mangel an Vitamin D Kommt eigentlich nie vor, da die Meerschweinchen genügend Vitamin D über ihr Futter (Gemüse, Körnerfutter, Heu) zu sich nehmen. Mangel an Vitamin E Vitamin-E-Mangel kann zu Wachstumsstörungen, Unfruchtbarkeit oder dem Tod der Jungen im Mutterleib führen. Auch Lähmungen und Gleichgewichtsstörungen können auftreten. Vitamin E findet man in Körnerfutter insbesondere in Weizenkörnern. Mangel an Vitamin K Bei ausschließlicher Fütterung von altem Heu und Körnerfutter, kann es zu Verdauungsstörungen und Nasenbluten kommen. Wenn man den Tieren allerdings genügend Grünfutter gibt, wird es keinen Mangel geben. Meerschweinchen Krankheiten Abzesse, Diplokokkenseuche, Durchfall, Erkältungskrankheiten, Flechten, Leukämie, Listeriose, Meerschweinchenlähme oder -pest, Pseudomonaden-Infeketion, Staphylokokken-Infektion, Speicheldrüseninfektion, Tollwut, Toxoplasmose, Tuberkulose, Ungeziefer, Würmer, Vorsicht Giftpflanzen
Abzesse Schwellungen, welche häufig im Hals- und Ballenbereich auftreten. Die Heilungsaussichten sind gut, aber die Abzesse im Ballenbereich heilen langsamer ab. Bitte gehen sie beim auftreten von Schwellungen mit ihrem Tier zum Tierarzt.
Diplokokkenseuche Das Tier magert ab, bekommt Schnupfen und die Nasennebenhöhlen und die Atemwege entzünden sich.Es besteht Ansteckungsgefahr für andere Meerschweinchen. Durchfall Durchfall wird durch eine Darminfektion verursacht (in diesem Fall Kotprobe mit zum Arzt nehmen), oder durch verdorbenes oder falsches Futter. Bei Durchfall sollten sie mit ihrem Tier sofort zum Tierarzt gehen! Erkältungskrankheiten Erkältungskrankheiten sind bei Meerschweinchen keine Seltenheit. Da es sich um Infesktionskrankheiten handelt, welche durch Bakterien und Viren ausgelöst werden, sollte man sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sollte das Tier also erkrankt sein, dann bringen sie es bitte zum Tierarzt. Unbehandelte Erkältungen können tödlich enden. Die Gefahr, dass es nach einem Bad zu einer Erkältung kommt, ist hoch. Flechten Es entstehen kahle Stellen, ähnlich wie bei manchen Hautpilzen. Leukämie Bei der Leukämie handelt es sich um eine ansteckende Krankheit, welche durch Viren verursacht wird. Sie macht sich durch Müdigkeit, Apathie und geringen Appetit bemerkbar. Die Lymphknoten, sowie die Leber und die Niere schwillen an. Für Leukämie gibt es keine Heilung, aber manche Tiere leben mit dieser Krankheit noch monate- oder jahrelang. Listeriose Die Symptome sind Atembeschwerden, Bewegungsstörungen und Drehbewegungen. Die Aussicht auf Heilung ist gering. Eine Übertragung auf den Menschen ist möglich! Eine Infektion kann zur Gehirnhautentzündung führen. Gerade Schwangere Frauen sind gefährdet, das es durch die Ansteckung zum Fruchtod kommen kann. Meerschweinchenlähme oder -pest Hierbei handelt es sich um eine sehr ansteckende Viruskrankheit, wobei der Erreger über den Mund in die Verdauungsorgane gelangt. Die Inkubationszeit beträgt 10-30 Tage. Die Tier sind lustlos, bekommen Atemnot,leichtes Zittern und eine erhöhte Temperatur. Sie magern ab und es kommt zu einer Lähmung der Hinterbeine. Die Heilungsaussichten sind sehr schlecht und die erkrankten Tiere gehen meistens ein. Falls sie Anzeichen dieser Krankheit bei ihrem Tier entdecken, begeben Sie sich bitte sofort zum Tierarzt. Wenn sie noch andere Meerschweinchen halten, müssen diese sofort von dem erkrankten Tier getrennt und die Käfige desinfiziert werden. Der Virus kann auch durch Menschen übertragen werden, welche erkrankte Tiere angefasst haben. Pseudomonaden-Infeketion Hierbei handelt es sich um eine ansteckende Krankheit, welche meist in einer schlechten und unsauberen Umgebung auftritt. Die Symptome bestehen aus einer Bindehaut- und Ohrenentzündung, Blasen- und Niereninfektion und der Infektion von kleinen Hautwunden, die häufig mit Eiter bedeckt sind. Staphylokokken-Infektion Es bilden sich eitrige Entündungen auf der Haut, sowie an den Augen, Ballen in Wunden und Gelenken. Die Infektion ist heilbar. Es ist hilfreich, die Entzündungen mit mildem Desinfektionsmittel zu reinigen. Speicheldrüseninfektion Es handelt sich hierbei um eine ansteckende Krankheit, bei der die Speichel- und Tränendrüsen von einem Virus befallen werden. Es kann zu einem kurzeitigen Ausfluß am Auge oder zu einer starken Tränen- und Speichelproduktion kommen. In den meisten Fällen genesen die Tieren von alleine. Diese Krankeit ist sehr selten. Tollwut Diese Krankheit macht sich durch ein verändertes Verhalten und meistens Beßwut bemerkbar. Oft nimmt das Meerschweinchen weniger Wasser zu sich und zeigt ein verändertes Freßverhalten. Menschen können sich durch die Bisse anstecken! Leider ist keien Heilung möglich. Allerdings tritt diese Krankheit bei Meerschweinchen nur sehr selten auf. Zum Beispiel, wenn bereits infizierte Wildtiere in das Freigehe eindringen und die Krankheit übertragen. Toxoplasmose Manchmal bleiben bei dieser sehr ansteckende Krankheit die Symptome aus, ansonsten bestehen sie aus Fieber, einem gekrümmten Rücken und Lähmungen. Die Heilungschancen sind gut. Tuberkulose Die Tuberkulose hat die selben Symptome wie die Lungenentzündung, ist aber chronisch. Die Heilungschancen sind schlecht und es besteht eine Ansteckungsgefahr für den Menschen (besonders für Kleinkinder). Ungeziefer Meerschweinchen können von allerlei Ungeziefer wie Zecken, Flöhen, Läusen und Milben heimgesucht werden. Läuse und Flöhe kommen allerdings seltener vor. Die Meerschweinchen werden dann unruhig, kratzen und beißen sich ins Fell. Häufiger treten die Haarlinge auf, kleine Parasiten, welche von Haar- und Hautteilchen leben. Da sie immer in großen Massen auftreten, kann es zu Ekzemen kommen. Diese führen dazu, dass sich das Meerschweinchen andauernd kratzt, was zu blutenden und offenen Wunden führen kann. Das Immunsystem wird geschwächt. Bei einem Milbenbefall entsteht meistens zuerst eine Krustenbildung an Mund Nase und Ohren. Die Tiere verlieren Haare und es enstehen kahle Stellen. Die Haut ist an diesen Stellen verkrsutet und zu wässern beginnen. Auch hier besteht die Gefahr, dass sich das Tier dort blutig kratzt und sich eine Infektion einfängt. Wenn die Meerschweinchen im Sommer im Freigehe sind, kann es passieren, dass sie von Zecken befallen werden. Würmer Verschiedene Wurmsorten könenn bei Meerschweinchen auftreten. Allerdings passiert dies eher selten und häufiger bei Tieren die sich im Freien aufhalten.
Vorsicht Giftpflanzen! Nicht alles was dem Meerschweinchen schmeckt, ist auch gut für das Tier. Es gibt einige Pflanzen, die es nicht verträgt, oder die tödlich für das Tier sein können:
Agaven Aloen Alpenveilchen Amaryllis Aronstab Azaleen Bogenhanf Christrose Christusdorn Chrisanthemen Clivie Diefenbachie Efeu Efeutute Eibe Eisenhut Engelstrompete Farne Feigenbaum Fingerhut Flamingoblume Geranien Hakenlilien Hortensien Hyazinthen Ilex Immergrün Kalla Krokus Kroton Lavendelheide Lebensbaum Liguster Lupinen Mahonie Maiglöckchen Mistel Mittagsblume Myrte Narzissen Oleander Osterglocken Passionsblume Porzellanblume Primeln Rhizinus Rhododendren Stechapfel Virginische Zeder Wandelröschen Weihnachtsstern Wolfsmilchgewächs Zimmerkalla
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